12.02.2026
Wego vti: Im „Jahr der Eigenverantwortung“ zurück auf Kurs
Firmeninfos
Rund 100 Führungskräfte aus den Niederlassungen und der Hauptverwaltung konnten Alfons Horn, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Michael Abersfelder, Geschäftsführer Finanzen, beim traditionellen Kick off von Wego vti Ende Januar 2026 in Neuss begrüßen.
2025 hatte das Wego vti zum ,Jahr der Disziplin‘ ausgerufen und die Bilanz der Geschäftsführung für das abgelaufene Jahr bestätigte die Richtigkeit dieses Mottos. Michael Abersfelder: „Wir alle sind mit Disziplin an die anstehenden Herausforderungen herangegangen. Viele der Themen aus dem Vorjahr bleiben uns 2026 erhalten, wir arbeiten also weiter mit Disziplin am digitalen Vertrieb, am Online-Shop, am Project Pricing und am Thema Privat Label.“ Alfons Horn bedankte sich ausdrücklich bei seiner Führungsmannschaft: „Danke, dass wir uns in diesem harten Jahr 2025 auf Sie verlassen konnten. 2026 wird allerdings nochmal ein hartes Jahr werden und wir vertrauen darauf, dass Sie das mit ihren Teams und ihren Standorten hinbekommen werden. Genau deshalb haben wir 2026 zum ‚Jahr der Eigenverantwortung‘ erklärt!“
Unternehmen muss Geld verdienen
Wego vti erzielte im abgelaufenen Jahr mit 52 Standorten ein positives Ergebnis mit einem Umsatz in Höhe von 524 Mio. EUR, das entspricht einem Umsatzrückgang von 13,9 Mio. EUR gegenüber 2024. Die Zahl der Mitarbeitenden blieb in diesem herausfordernden Umfeld stabil, Ausbildung wurde weiterhin forciert.
Alfons Horn: „Gemessen am Markt haben wir performt, gemessen an unseren eigenen Ansprüchen liegen wir zurück!“ Man habe zwar die angepassten Ziele für 2025 gegen einen schwachen Markt erreicht, müsse aber in diesem Jahr deutlich besser performen so Horn. Der Vorsitzende der Geschäftsführung stellte seinen Führungskräften „die Sinnfrage“ und ließ per Live-Umfrage ermitteln, worin die Anwesenden den Sinn des Handelsunternehmens sähen. Die drei am häufigsten genannten Antworten waren „zuverlässiger Dienstleister für unsere Kunden“, „Geld verdienen“ und ein „sicherer Arbeitgeber“.
Alfons Horn formulierte hieraus eine klare Positionierung und wies darauf hin, dass finanzielle Stärke Basis aller weiteren Ziele sei: Guter Kundenservice, sicherer Arbeitsplatz nur, wenn wirtschaftlich robust.
Megastandort Kelsterbach
Gemeinsam warfen Alfons Horn und Michael Abersfelder einen Blick zurück auf ein ereignisreiches 2025. Nochmal umfassend gewürdigt wurde der große Erfolg der „Expertenmesse“, zu der 1.500 Kunden und Lieferanten in Kelsterbach beigetragen hatten. Die Location nahe Frankfurt sorgte auch einige Monate später nochmal für Schlagzeilen, entstand hier doch der nach Fläche und Volumen größte Standort von Wego vti in Deutschland.
„Das war in jeder Hinsicht die umfangreichste Investition im vergangenen Jahr“, erklärte Michael Abersfelder, „weitere Summen flossen in die Standorte vti Ettlingen und vti Ludwigshafen.“ Eine ebenfalls siebenstellige Investition stellten 25 neu ausgelieferte Fahrzeuge dar, eine Größenordnung, wie Wego vti sie auch für 2026 und die folgenden Jahre anstrebt, um die Logistikausstattung kontinuierlich auf dem neuesten Stand zu halten.
Eigenverantwortung wörtlich nehmen
Im Laufe der zweitägigen Kick off-Veranstaltung analysierten Führungskräfte und Geschäftsführung in kleinen Gruppen die Situation jeder einzelnen Niederlassung mit sorgfältigem Rückblick auf 2025 und fix formulierten Leitlinien für das laufende Jahr. Alfons Horn: „Die Märkte werden uns auch in 2026 kaum helfen – wir müssen noch mehr unternehmerisch handeln, Chancen nutzen und unsere Eigenverantwortung annehmen“.
In den Gesprächen wurde die Botschaft deutlich, mit einer Stimme sprechen und handeln zu müssen. Die Themen des Unternehmens insgesamt müssen in den Niederlassungen zu regionalen Themen gemacht und realisiert werden: „Wir sind Planungsweltmeister, müssen in diesem Jahr aber auch zu Umsetzungsweltmeistern werden – die hohe fachliche Kompetenz im Unternehmen bietet dafür sehr gute Voraussetzungen.“
Kleiner Konjunktur-Lichtblick
Zumindest einen Lichtblick am Horizont vermittelt der Blick auf die Konjunktur. Die wego vti-Geschäftsführung sieht zwar den Bau immer noch in der Krise, aber die Talsohle sei mittlerweile erreicht, hieß es. Es gebe einen leichten Trend in eine positive Richtung bei den für das Unternehmen besonders relevanten Baufertigstellungen. Der Weg zurück auf das frühere Marktniveau sei mittelfristig unausweichlich, jetzt gelte es einfach noch durchzuhalten. Schon die zweite Hälfte dieses Jahres sollte besser laufen, der Positivtrend sich 2027 dann verstärken, lautet die in Neuss formulierte Konjunkturprognose.
Kostenquote senken
Mit einem umfangreichen Zahlenwerk verdeutlichten Michael Abersfelder und Alfons Horn die zentrale Herausforderung für das Unternehmen in der aktuellen Situation: „Die Kostenquote macht uns am meisten Sorge. Wir verzeichnen eine sinkende Mengenentwicklung bei einigen zentralen Baustoffen unseres Sortimentes. Gleichzeitig steigt der Lageranteil, was zwar der Marge hilft, aber die Kosten exponiert.“
Diese Situationsbeschreibung bildet die Grundlage für die Zielsetzung in diesem Jahr, die Alfons Horn auf eine einfache Formel brachte: „Umsätze, Marge und Produktivität steigern - Kostenquote senken.“ Geld zu verdienen sei elementare Voraussetzung für alles, auch für sichere Arbeitsplätze, machte Horn deutlich. „Wir müssen uns besser auf die volatilen Märkte einstellen, das gilt für die Zentrale in Hanau genauso wie für die Niederlassungen.“
„Wir bleiben People’s business!“
„Digitalisierung allein löst das Problem nicht. Wir müssen und werden stärker in digitalen Prozessen denken, aber wir bleiben generell ein People’s business, das heißt, wir werden immer mit Menschen im Markt agieren, sie bilden die unverzichtbare Schnittstelle zu unseren Profikunden. Online und KI-gestützte Prozesse werden zunehmend zum Rückgrat unserer digitalen Präsenz und unsere Vertriebsmitarbeiter davon immer integrativer Mensch-Maschine unterstützt werden.“
Um die angestrebten Ziele im laufenden Jahr zu erreichen, hält Wego vti am Investitionskurs fest. Mit dem gezielten Personalaufbau und dem Ausbau unserer Serviceleistungen stellen wir sicher, dass unsere Kunden noch schneller, zuverlässiger und flexibler bedient werden. Die geplante Investition von 26 Mio. EUR in moderne Lkws, Kranfahrzeuge und Stapler dient vor allem einem Ziel: Lieferqualität und Servicegeschwindigkeit für unsere Kunden spürbar zu verbessern.